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Krieg im Iran: Luxemburger Regierung prüft sämtliche Optionen zur Organisation von Rückholflügen
Im Zusammenhang mit der Krise im Nahen Osten arbeitet die Regierung derzeit an sämtlichen Optionen, um Flüge zu chartern und die rund 600 luxemburgischen Reisenden, die derzeit in der Region festsitzen, so rasch wie möglich und unter bestmöglichen Bedingungen zurückzuholen.
Das Ministerium für auswärtige und europäische Angelegenheiten, Verteidigung, Entwicklungszusammenarbeit und Außenhandel sowie das Ministerium für Mobilität und öffentliche Arbeiten haben gemeinsam mit allen beteiligten Akteuren in den vergangenen Tagen verschiedene Möglichkeiten zur Rückholung identifiziert, darunter auch Flüge, die von Luxair in Koordination mit der Regierung durchgeführt werden. Diese Rückholflüge sollen in den kommenden Tagen schrittweise organisiert werden.
In enger Abstimmung mit seinen Partnern, insbesondere mit Belgien, prüft die luxemburgische Verteidigung zudem verschiedene Optionen für Rückholflüge mit Militärflugzeugen, darunter den Einsatz eines A400M-Flugzeugs oder von Flugzeugen der MRTT-Flotte.
Darüber hinaus hat die nationale Fluggesellschaft Luxair einen ersten nicht-kommerziellen Flug in der Region in Hurghada in Ägypten positioniert, der – vorbehaltlich der weiteren Entwicklung der Sicherheitslage vor Ort – für die Rückholung eingesetzt werden kann. Derzeit könnte Maskat im Oman als Ausgangspunkt für Rückholflüge dienen.
Für die Rückholung wird eine Prioritätenordnung auf der Grundlage objektiver Kriterien festgelegt und den betroffenen Passagieren mitgeteilt, darunter insbesondere Familien mit Kindern sowie Personen mit ärztlich bescheinigten Erkrankungen. Passagiere, die zuvor vom konsularischen Hilfsdienst des Außenministeriums kontaktiert wurden, können Zugang zu den aufeinanderfolgenden Flügen erhalten. Alle betroffenen Personen werden im Laufe der kommenden Stunden und Tage schrittweise vom konsularischen Hilfsdienst kontaktiert.
Die Sicherheit der luxemburgischen Reisenden hat jederzeit oberste Priorität. Auch wenn derzeit noch kein Flug bestätigt werden kann, werden die in Betracht gezogenen Optionen fortlaufend an die Entwicklung der Risiken angepasst und entsprechend konkretisiert – in enger Abstimmung mit der luxemburgischen Vertretung vor Ort, den Akteuren des Luftfahrtsektors sowie in Zusammenarbeit mit den lokalen Behörden, die für die Verwaltung des Luftraums zuständig sind.
Pressemitteilung des Ministeriums für Mobilität und öffentliche Arbeiten und Ministeriums für auswärtige und europäische Angelegenheiten, Verteidigung, Entwicklungszusammenarbeit und Außenhandel